GERÄTE

Hydr. Rettungssatz

Abstützsystem

Wärmebildkamera

Eisrettung

Faltbehälter

Absturzsicherung

Bahn-Erdungssatz

Hydraulischer Rettungssatz

 

Hersteller:         Lukas

Typ:                     Lucas P 650 4G+ES-DHR20

                    4 Takt Benzinmotor mit Elektrostart

                    Leistung: 5,1 kW

Gewicht:            90,5 kg

Schneidgerät:  S700

Spreizer:            SP310

 

 

Sonstiges:          zusätzliche Leitungstrommel mit 20

                             Meter

 

Der Hydraulische Rettungssatz ist eine Zusammenstellung von hydraulischen Geräten mit Zubehör, welche durch Aggregate betrieben werden. Hydraulisches Rettungsgerät wird zur Rettung und Bergung von Menschen bei Unfällen auf der Straße oder der Schiene und bei sonstigen Unglücksfällen eingesetzt.

 

Ein Rettungssatz besteht aus einem separaten (Rettungs-)Spreizer und einer Rettungsschere, eventuell ergänzt durch einen oder mehreren Rettungszylinder sowie ggf. zusätzlichem Gerät. Der hydraulische Rettungssatz wird von einem Ölkompressor mit derzeit ca. 700 bar, bei manchen Modellen aber auch deutlich mehr, angetrieben. Da Kompressor und Spreizer/Schere/Zylinder getrennte Geräte sind, werden diese mit dem Kompressor durch Hydraulikschläuche verbunden. Die Schläuche befinden sich oft auf Haspeln und sind komplett angekuppelt, sodass sie sofort eingesetzt werden können.

 

Der hydraulische Rettungssatz entfaltet seine Wirkung durch einen doppelt wirksamen Hydraulikzylinder. Durch ein Ventil kann der Ölstrom durch die Hydraulikpumpe in zwei Richtungen erfolgen, sodass die Geräte sowohl Druck als auch Zug ausüben können. Ob sich die Schere bzw. der Spreizer öffnet oder schließt, sprich, in welche Richtung das Öl gepumpt wird, wird durch eine Steuerung am hinteren Griffende geregelt, welche Stellteil genannt wird. Wird das Stellteil losgelassen, so verharrt das hydraulische Rettungsgerät in der momentanen Position. Somit ist ein unbeabsichtigtes Öffnen oder Schließen technisch ausgeschlossen.

Mit hydraulischen Rettungsgeräten kann sehr präzise, funkenfrei und nahezu lautlos gearbeitet werden, was vorteilhaft für eine patientengerechte Rettung ist, weil unnötiger, psychisch belastender Lärm vermieden wird. Ebenso werden Verletzte durch das erschütterungsfreie Arbeiten, das die Geräte ermöglichen, geschont.

 

Durch die verstärkte Einsatztätigkeit der Feuerwehr im Fahrzeugbereich wird auch der hydraulische Rettungssatz bei verunfallten Fahrzeugen zum Freischneiden verwendet. Da aber speziell bei den Fahrzeugteilen, die man zum Öffnen eines Fahrzeuges mit der Bergeschere bearbeiten muss, oft auch Kabelstränge oder Airbags eingebaut sind, ist hier besondere Vorsicht geboten. Um diese Gefahren leichter zu erkennen, haben manche Fahrzeuge eine Rettungskarte an Bord.

 

Abstützsystem

 

 

 

Mit dem Abstützsystem lassen sich Fahrzeuge vertikal, horizontal und mit einem Winkel von 45° diagonal abstützen

Das betreffende Objekt wird mit geringstem Zeitaufwand gesichert

Das Abstützsystem eignet sich zum Stabilisieren von unterschiedlichsten Fahrzeugen, von PKW, bis zu leichten Transportern und LKW.

Wärmebildkamera

 

Hersteller:         Flir

Typ:                     K 65

                    EX geschützt

Display:              4" LCD, 320 × 240 Pixel

                             hintergrundbeleuchtet

Bildmodus:       Infrarotbild

 

Sonstiges:          Videoaufzeichnung und Bildspeicherung

 

In der Hitze des Gefechts ist eine Wärmebildkamera unverzichtbar. Sie ist ein lebenswichtiges Werkzeug, mit dem die Rettungskräfte schnell Ihren Einsatzplan visuell überprüfen, heiße Stellen erkennen und Leben retten können. Die Wärmebildkamera ist griffbereit im Mannschaftsraum des Löschfahrzeuges verbaut.

 

Die neue Wärmebildkamera ermöglicht den Einsatzkräfte eine klare Sicht in extrem verrauchten, dunklen Umgebungen. Dank des großen 4" Displays ermöglichen die Bilder eine strategische Vorgehensweise sowie eine bessere Orientierung im Brandraum. Auch können vermisste Personen im Brandraum schneller ausfindig gemacht werden. Durch einen besseren Überblick der Gesamtsituation sorgt die Wärmebildkamera für erheblich mehr Sicherheit der Einsatzkräfte sowie für verunglückte Personen.

 

Die Wärmebildkamera kann aber nicht nur zur Brandbekämpfung eingesetzt werden, bei einer Vermisstensuche z.B. im Wald ist die Kamera ebenfalls sehr gut geeignet.

Eisrettung

 

 

Ein entscheidender Faktor bei der Eisrettung ist die Zeit: Das eiskalte Wasser direkt unter der Eisdecke (meist ein bis zwei Grad Celsius) entzieht dem Körper rasant die Wärme – 27-mal schneller als an der Luft. Binnen 15 Minuten kann ein Mensch – je nach Umständen – an den Folgen einer Unterkühlung sterben. Das Einbrechen und in der Folge das Abtreiben unter einer Eisdecke sind somit auch lebensbedrohende Gefahren für die Rettungskräfte. Trotz aller gebotener Eile ist deshalb eine Eigensicherung unerlässlich:

 

  • Rettungswesten anlegen.
  • Eisrettungsanzug anlegen.
  • Kräfte nur durch Leinen gesichert auf das Eis.
  • Nur unmittelbar benötigtes Gerät und Personal auf die Eisfläche.
  • Nach Möglichkeit „leichtere“ Einsatzkräfte einsetzen. Diese müssen dennoch kräftig und konditionell fit sein.
  • Den gefährdeten Eisflächenabschnitte nie stehend betreten, grundsätzlich auf dem Bauch mit ausgebreiteten Armen robben.
  • Idealerweise mit Hilfsmittel (Eisrettungsschlitten, Steckleiter o.ä – ebenfalls mit Leinen sichern!.) arbeiten, um das Gewicht besser zu verteilen.

 

Beim Vorgehen muss der Helfer neben der eigenen Leinensicherung eine zweite Leine mitführen, um den Verunglückten sichern zu können. Sofern kein Eisrettungsgerät vorhanden ist, gilt der Einsatz von zwei Steckleiterteilen allgemein als sinnvoll. Während sich der Helfer mit der einen langsam voran bewegt, kann jeweils die zweite seitlich nach vorne geschoben werden. Dem Verunglückten dürfen nur die Leiter, Leine oder zur Not ein stabiler Ast o. ä.  gereicht werden – nicht direkt die Hand. Das Risiko an der Einbruchstelle selbst einzubrechen oder ins Wasser gezogen zu werden ist groß. Allerdings muss der Helfer hier ggf. spontan entscheiden – ins Eis eingebrochene Personen sind durch die Kälte rasch entkräftet.

Vorsicht gilt beim Umgang mit unterkühlten Opfern:

 

  • Der Verunglückte darf sich nicht bewegen und muss vorsichtig transportiert werden (kaltes und warmes Blut sollen sich nicht vermischen).
  • Nur flach liegend lagern und transportieren.
  • Nasse Kleidung mit Schere entfernen (Bewegung vermeiden).
  • Opfer niemals alleine lassen (es drohen Bewusstlosigkeit und Atem-/Kreislaufstillstand auch nach der Rettung).

Faltbehälter

 

 

Ein Faltbehälter ist eine Gerätschaft der Feuerwehr, mit der man große Mengen an Flüssigkeiten auffangen kann. Dies wird sowohl bei Gefahrguteinsätzen genutzt, als auch bei Waldbränden, bei denen ein Faltbehälter als Pufferstation für die Wasserförderung eingesetzt werden kann.

Vorteile der Polyethylenwanne gegenüber den Metallbottichen sind die nicht funkenreißenden Eigenschaften des Werkstoffes, das geringere Gewicht sowie die Möglichkeit des Einsatzes bei Stoffen, die in gefährlicher Weise mit Metall reagieren.

Absturzsicherung

 

 

Es kommt vor, dass Menschen in Höhen oder Tiefen so verunglücken, dass sie mit Leitern der Feuerwehr nicht und auf anderem Wege nicht ohne Absturzrisiko zu erreichen sind. Auch zu Nachlöscharbeiten müssen Feuerwehrkräfte teilweise absturzgefährdete Bereiche betreten. Genauso kann es nach wetterbedingten Einsätzen (Sturm, Schneefall) zur Gefahrenabwehr nötig sein in Bereiche vorzugehen, in denen die Gefahr besteht, dass Feuerwehrleute abstürzen.

Um in diesen und weiteren Fällen ein sicheres Vorgehen ohne Eigengefährdung zu ermöglichen, hält die Feuerwehr spezielle Gerätschaften zur Sicherung gegen Absturz vor. Ihre Anwendung bedarf besonderer Schulung und Übung.

Bahn-Erdungssatz

 

 

Die Oberleitungen der Bahn haben im Betrieb eine Nennspannung von 15.000 Volt und selbst im abgeschalteten Zustand liegt noch eine Spannung von bis zu 7.000 Volt an. Bei Annäherung an diese Leitungen besteht die Gefahr eines lebensgefährlichen elektrischen Schlages. Um dem entgegen zu wirken wendet man die Bahnerdung an. Diese darf nur von elektrotechnisch unterwiesenen Personen für Oberleitungsanlagen, bei welchen die Nachschulung nicht länger als zwei Jahre zurückliegt, durchgeführt werden.

(c) 2017 Freiwillige Feuerwehr Hechendorf