Sommerzeit - Wespenzeit

  • Wespen, Bienen und Hornissen wollen nicht nur "leben", sie gehören in unser Ökosystem wie der Mensch.

 

  • Die Feuerwehren sind gehalten, Wespen- Hornissen- und Bienennester nur zu entfernen, wenn eine unmittelbare Gefahr für die Gesundheit von Menschen besteht, z. B. eine wirklich unzumutbare Belästigung oder für Menschen mit Allergiepass.

 

  • Nur zwei von acht staatenbildenden "typischen" Wespenarten können überhaupt lästig werden, eine allgemeine Bekämpfung wäre sinnlos und verstößt gegen geltende Naturschutzbestimmungen.

 

  • Nester, die unzugänglich sind, z. B. hinter Fassaden oder Dachverschalungen müssen mit Sprühmitteln bekämpft werden. Diese Mittel enthalten in der Regel Nervengifte (Pyrethrum, Pyrethroide), die auch für den Menschen schädlich sein können und als krebsverdächtig gelten. Sie gelangen über die getöteten Wespen in den Naturkreislauf.

Achtung!

  • Obst, Kuchen, Säfte, Fleischwaren und Essensreste im Sommer nicht länger unabgedeckt stehen lassen (Lockmittel).

 

  • Vor dem Trinken aus Flaschen und Gläsern prüfen, ob sich nicht eine Wespe in der Flüssigkeit befindet. Sonst besteht die Gefahr eines Stiches in den Rachenraum oder Hals, der zu lebensbedrohlichen Schwellungen führen kann!

 

  • Kinder nur mit Strohhalm trinken lassen.

 

  • Nesteinfluglöcher im Umkreis von 2-3 m meiden, auf keinen Fall die Tiere durch wildes Herumfuchteln verscheuchen. Dies bewirkt, dass sie sich angegriffen fühlen.

 

  • Eine Wespe, Biene oder Hornisse auf der Haut ruhig krabbeln lassen, sie sticht nicht, wenn sie nicht eingeklemmt wird und fliegt nach kurzer Zeit von selber wieder weg.

 

  • Wenn sich ein Tier in die Kleidung verkrochen hat, ganz ruhig abwarten, sie verlässt diese nach kurzer Zeit von selbst wieder. Das Tier sticht nur, wenn es eingeklemmt wird.

 

  • Achtung beim Barfußlaufen auf Wiesen mit Klee oder Fallobst.

 

  • Wespen- und Hornissenstiche sind für Menschen und Tier in der Regel ungefährlicher als Bienenstiche. Eine Schwellung der Einstichstelle ist kein Beweis für eine Allergie und verschwindet von selbst nach einiger Zeit.

 

  • Sollte trotz Einhaltung der Vorsichtsregeln ein Stich erfolgen, hilft ein schnelles, gründliches Aussaugen der Einstichstelle. Kühlen der Stelle verhilft zur Schmerzlinderung. Bei Allergikern ist möglichst rasch für ärztliche Hilfe zu sorgen!!

(c) 2017 Freiwillige Feuerwehr Hechendorf